In seinem neuesten Werk nimmt Gerzlich das Älterwerden aufs Korn und liefert dabei jede Menge humorvolle Einsichten und scharfsinnige Beobachtungen.
Hans Gerzlich ist entsetzt, als er merkt, dass er im gleichen Jahr geboren ist wie… alte Leute. Die Werbepausen seiner Lieblingssendungen bieten nun keine verführerischen Aftershaves und rasanten Sportwagen mehr, sondern Granufink, Voltaren und Wärmepflaster. Außen 50, innen 20, fragt er sich: „Wann fängt das Leben endlich an?“ – doch schon flattert die nächste „Persönliche Renteninformation“ ins Haus. Sein Fazit: Wenn er mit 67 in Rente geht, kann er davon recht komfortabel leben – für elf Tage. Deshalb hofft er auf eine Erhöhung des Flaschenpfands.
In seinem Programm denkt Gerzlich auch über die Verdrängung des eigenen Ablebens, verpasste Chancen, zunehmende Gelassenheit und eine neue Altersethik nach. Er überlegt, welche Sprache er noch lernen sollte, um später mit seiner Pflegekraft zu kommunizieren, und warum man in einem der reichsten Länder der Welt trotzdem monatelang auf einen Orthopäden-Termin warten muss.