Trotz Flöten und Geigen eine Traumhochzeit – Opernprojekt

Musikhochschule Lübeck (MHL) / KuB

Der schönste Tag im Leben – ohne Frage hat sich das Heiraten in den letzten zwanzig Jahren massiv ver­ändert, was nicht nur mit der zunehmenden Säkularisierung und Kom­merziali­sie­rung dieses „Events“ zu tun hat, sondern sicher auch mit der Vorbildhaftigkeit von Stars und Sternchen und der medialen Präsenz von Traumhochzeiten und Wedding-Shows. So wie der Imperativ „Amüsier dich!“ die Angesprochenen meist unamüsiert zurücklässt, ist auch die Vor­her­sage „Das wird der schönste Tag deines Lebens“ ein gutes Beispiel für eine „self-destroying prophecy“.

Im Leben der allermeisten Leute gibt es keine Situation, die auch nur annähernd so theatral ist wie die eigene Hochzeit. Das beginnt mit der Kostümierung, geht über das Aufsagen aus­wendig gelernter Texte und Vorführen einstudierter Tänze vor Publikum, über Gesellschaftsspiele und Sketche der Trauzeugen bis zur Lichtshow, der Pyrotechnik oder dem Ballon- und Tauben­­steigenlassen…

Menschen, die sich sonst nie auf eine Bühne begeben würden, planen ihre Trauung nicht selten auf­wendiger als so manche Opernpremiere – wobei hinzu­kommt, dass eine Hochzeit ja (außer bei den Royals) fast immer unge­probt über die Bühne geht. Eine einmalige Bühnen­situation im Privatleben also – Grund genug, dieses Thema in Bad Oldesloe mit den Mitteln der Musik­theaterbühne unter die Lupe zu nehmen.

Die Situation ist allgemein bekannt: Sich bei Hochzeiten zu amü­sieren, sich zu wundern und sich fremd­­zu­schämen kennt jeder – und aus der Sicht der für einen solchen Anlass engagierten Profis können viele Musikerinnen und Musiker aus dem Stegreif absurde, peinliche oder rührende Ge­­schichten von ihren Hochzeitsauftritten erzählen. Denn die Fall­höhe ist enorm, die Möglichkeiten, was alles schiefgehen kann, riesig und der Druck der Unwiederhol­bar­keit lastet auf den Veranstaltern. Hin­zu kommt, dass sich bei den gross gefeierten Hoch­zeiten oft bis dato wildfremde Mensch zum ersten Mal begegnen, Familien treffen aufeinander, Ressenti­ments, Vorurteile, Missverständnisse… – eine Situation mit großem szenischen Potential.

Dass die Opernliteratur mit geeigneten Ensembles und Soli übervoll ist, macht die Sache umso reizvoller und bedarf keiner weiteren Erklärungen. Die Bandbreite des verwendeten musika­lischen Materials wird aber weit darüber hinausgehen und so groß sein, wie das Thema selbst: Von Schlager und Schnulze über Kunst- und Volkslied bis zu Chanson und Musical. Auch die „E‑Musik“ des 20. und 21. Jahrhunderts werden darin Platz finden. Dies ermöglicht den Spagat zwischen Witz und Ernst, der für einen tragikomischen Musiktheaterabend unerlässlich ist.

Konzept und Regie: Philip Bartels

Musikalische Leitung: Robert Roche

 

VVK: 18,50 / 12,50 AK: 20,50 / 14,50

Tickethotline
04531 504-199

Mo, Di und Fr: 10–16 Uhr
Do: 10–18 Uhr
Mi: geschlossen

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