Eine nicht umerziehbare Frau

Geschrieben nach der Ermordung der russischen Journalistin Anna Politkowskaja, präsentiert der eindringliche Monolog „Eine nicht umerziehbare Frau“ eine Reihe von erschreckenden Momentaufnahmen aus dem Inferno des tschetschenischen Krieges. Doch es geht um mehr. Es geht um unser Recht auf die Wahrheit hinter den Fassaden, die Freiheit der Presse und letztendlich auch die Freiheit von uns allen.

 

Die Lage der Pressefreiheit in Europa ist nach Angaben von Reporter ohne Grenzen (ROG) schlechter geworden. Die systematische Hetze gegen Journalistinnen und Journalisten habe dazu geführt, dass Medienschaffende zunehmend in einem Klima der Angst arbeiten. Alleine 2019 starben weltweit 38 Journalisten, weitere 235 Journalisten befänden sich aktuell in Haft.

Der Mord an der russischen Journalistin Anna Politkowskaja im Oktober 2006, ausgerechnet am Geburtstag Wladimir Putins, sorgte international für Empörung. Politkowskaja war Zeit ihres Lebens eine der wenigen, wenn nicht die einzige Journalistin, die aus dem Krieg zwischen Russland und Tschetschenien berichtete, ohne sich von einer Seite vereinnahmen zu lassen.

Der italienische Dramatiker Stefano Massini, von der Courage der Journalistin beeindruckt, widmete ihr sein Stück „Eine nicht umerziehbare Frau“. Das Stück ist eine Art Monument über das individuelle Leid der Menschen in Kriegssituationen. Gräueltaten, Szenen von Gewalt und Versuche der kritischen Analyse folgen aufeinander, gesehen durch die Augen von Reportern. Sie schließen den Dialog mit militärischen Kämpfern im Teenageralter, korrupten Beamten, Terroristen, Entführern und Ärzten, die mit Amputationen kämpfen, ein. 

Der intensive Theaterabend mit der Schauspielerin Fiona Metscher wird zu einer Reflexion über die Freiheit der Presse und über den Beruf des Journalisten. Ein harter und unverstellter Realitätsabgleich

Pressestimmen:

 Die Situation des Journalisten und seine postulierte Freiheit, die gefährlich ist, geben dem Zuschauer viel zu denken mit auf den Weg. Die Kriegs- und Terrorbeschreibungen erschüttern mit emotionaler Wucht. Die Interviews mit einem ranghohen Offizier und einem jugendlichen Söldner gehen durch ihre Rohheit unter die Haut. Sehens- und nachdenkenswert.

(Heike Marx, Die Rheinpfalz)

 

Fiona Metscher gelingt als Darstellerin ein veritables Kunststück: Sie spielt mit kalten Tränen, ohne in Larmoyanz oder Selbstmitleid abzurutschen. Gerade ihre beherrschte Sachlichkeit lässt diese große Theaterrede besonders eindringlich geraten. 

(Ralf-Carl Langhals, Mannheimer Morgen)

 

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